Schaal & Partner
SCHAAL & PARTNER - Tätigkeitsbereiche

Tätigkeitsbereiche

Unternehmensnachfolge: Nachfolgetag in München brachte Unternehmer und Steuerberater zusammen

Unternehmensnachfolge: Nachfolgetag in München brachte Unternehmer und Steuerberater zusammen

Wie können Steuerberater mittelständische Unternehmen in Nachfolgefragen kompetent beraten? Welche Unterstützung wünschen sich diese von ihrem Berater und von beteiligten Finanzierungseinrichtungen? Welche Chancen bietet eine Qualifikation zum Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.)? Diese und weitere Fragen bildeten den Schwerpunkt des Nachfolgetages 2016, zu dem erstmals der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) gemeinsam mit der Union mittelständischer Unternehmen (UMU) am 29.1.2016 nach München eingeladen hatte.

In der mit rund 120 Unternehmern und Steuerberatern ausgebuchten Veranstaltung, die mit Unterstützung der HypoVereinsbank im HVB-Forum in der Münchener Innenstadt stattfand, wies UMU-Präsident Dr. Yorck Otto in seiner Begrüßung darauf hin, dass bundesweit über 500.000 mittelständische Unternehmen bis Ende 2017 eine Übergabe oder Veräußerung planen. Bemerkenswert sei, dass etwa die Hälfte davon eine familieninterne Nachfolge anstrebt. Häufig sei es dabei ein Problem, den richtigen Nachfolger zu finden und die Unternehmensnachfolge auch finanziell zu meistern. Hier könnten Steuerberater wichtige Unterstützung leisten.

Einen Erfahrungsbericht über die Gestaltung einer erfolgreich abgeschlossenen Unternehmensnachfolge vom Vater auf den Sohn gab sodann Herr Prof. Dr. Helmut Schreiner (Schreiner Group, Oberschleißheim). Wichtig sei es, mit der Nachfolgeplanung rechtzeitig zu beginnen und sich für die Wahl des geeigneten Nachfolgers ausreichend Zeit zu nehmen. Der ehemalige Inhaber müsse außerdem bereit sein, mit der Abgabe von Verantwortung an die jüngere Generation zugleich die damit einhergehenden Veränderungen in der künftigen Unternehmensführung zu akzeptieren. Idealerweise sollte die Übergabe in dem Bewusstsein erfolgen, sich damit aktiv Freiräume für die Gestaltung eines neuen Lebensabschnitts außerhalb des Unternehmens zu schaffen.

Daran anknüpfend stellte StB/WP Stefan Schaal aus München, der zugleich Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.) ist, dar, welche Unterstützung ein Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, insbesondere ein qualifizierter Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.) den Unternehmen bei der Nachfolgeplanung bieten könne. Die wichtigste Bedeutung komme einer rechtzeitigen Nachfolgeplanung zu, indem widerstreitende Interessen einzelner Familienmitglieder ohne zeitlichen Druck zum Ausgleich geführt werden. Nur so könnten der Erhalt von Vermögenswerten sichergestellt und berechtigte Wünsche und Erwartungen einzelner Beteiligter angemessen berücksichtigt werden. Unerlässlich sei dazu aber ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen dem Steuerberater und dem Inhaber des Unternehmens.

Die Rolle der Banken bei der Unternehmensnachfolge schilderte sodann Lutz Diederichs, Mitglied des Vorstands der HypoVereinsbank in München. Nur mit einer rechtzeitigen Nachfolgeplanung könne dem Trend einer sinkenden Investitionsbereitschaft entgegengewirkt werden, der mit zunehmendem Lebensalter bei Firmeninhabern zu beobachten sei. Mit Blick auf die Demografie in Deutschland sei außerdem festzustellen, dass einer steigenden Zahl „übergabereifer“ Unternehmen eine zunehmend geringere Zahl von Übernahmewilligen gegenüber stehe. Um gleichwohl tragfähige Übernahmekonzepte zu entwickeln, seien insbesondere Steuerberater prädestiniert, um die Beteiligten sowohl auf der Übergeber- als auch auf der Übernehmerseite in Finanzierungsfragen qualifiziert zu begleiten.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion, die von Herrn Prof. Dr. Georg Crezelius, Of Counsel im Bereich Unternehmensnachfolge bei Linklaters LLP (München), geleitet wurde, lag der Schwerpunkt auf den Vor- und Nachteilen, die eine familiäre Nachfolgelösung gegenüber sog. externen Modellen bietet. Wenn sich in der Unternehmerfamilie beispielsweise keine Person fachlich für das operative Geschäft eigne, müsse zwangsläufig über einen Verkauf nachgedacht werden. Gegebenenfalls könne aber der Einfluss der Familie in diesen Fällen durch einen Sitz im Beirat oder als Gesellschafter sichergestellt werden. Wolfgang Pietzsch von der Ardian Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt a.M. führte hierzu aus, dass auch die Einschaltung von Beteiligungsgesellschaften im Einzelfall eine geeignete Handlungsalternative bilden könne.

Anknüpfend an die Diskussionsergebnisse legte sodann DStV-Präsident StB/WP Harald Elster in seinem Schlusswort dar, dass im Einzelfall stets zu prüfen sei, ob nicht eine Übergabe von Mittelständler zu Mittelständler einer Einbeziehung externer Investoren vorzuziehen sei. Gerade in Fragen der Unternehmensnachfolge sei es wichtig, der Verbundenheit vieler mittelständischer Unternehmen mit der Region und ihrer Verwurzelung vor Ort ausreichend Rechnung zu tragen. Dabei gehe es auch darum, mögliche Auswirkungen auf den regionalen Arbeitsmarkt zu berücksichtigen und Verantwortung für die betroffenen Familien zu übernehmen. Gerade in diesem Kontext – so Elster - verfügten Steuerberater über besondere Kenntnisse der vorhandenen Strukturen. Sie haben damit einen Vorsprung gegenüber vielen Unternehmensberatern, da sie als langjährige Wegbegleiter der Unternehmer einen ganzheitlichen Blick haben und die betroffenen Unternehmen regelmäßig sehr gut kennen. Sie seien mit den Unternehmensstrukturen, dem geschäftlichen Umfeld und weiteren Faktoren regelmäßig bestens vertraut. Elster schloss seine Ausführungen daher mit dem Appell an die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer, in Nachfolgefragen die Unterstützung durch eine/n Steuerberater/in, insbesondere eine/n Fachberater/in für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.), zu suchen.

Quelle: www.dstv.de

 

Ihr Ansprechpartner

SCHAAL & PARTNER - WP/StB Stefan Schaal, Dipl. Kfm.

WP/StB Stefan Schaal,

Tel +49 (0)89 18 94 28 00
Fax +49 (0)89 18 94 28 069

schaal@schaalundpartner.de

zum Profil

Kontakt / Anfahrt

Schaal & Partner mbB
Amiraplatz 3
(Im Luitpoldblock)
80333 München
Tel: +49 (0)89 18 94 28 00
Fax: +49 (0)89 18 94 28 069